Bootseinsatz auf der Weser am Sonntagnachmittag

 Einsatz 45-2017

Einsatzbeginn: 12:18 Uhr, 17.12.2017
Einsatzort: Weser bei Landesbergen

 

Fahrzeuge und Geräte im Einsatz:

 HLF 10/6        TLF 3000        MTW        Boot

 

Einsatzbericht:

Zur Mittagszeit am Sonntag ist an der Spitze der Weserinsel in Landesbergen zwischen dem Hauptstrom und dem Schleusenkanal ein aus Polen stammendes und mit Sojaschrot beladenes Gütermotorschiff auf eine Sandbank gelaufen. Das Frachtschiff war stromaufwärts von der Schleuse kommend auf der Weser unterwegs. In diesem Bereich zeichnet der Strom eine langgezogene Kurve. Aufgrund des Hochwassers und der damit verbundenen starken Strömung konnte das Schiff seinen Kurs nicht halten und geriet an der Spitze der Weserinsel auf eine Sandbank, wo es mit dem Schiffsrumpf in etwa mittig auflag. Die Feuerwehr Landesbergen wurde zur Technischen Hilfeleistung gerufen, um zunächst einmal Vertreter der örtlichen Polizei, der Wasserschutzpolizei und des Wasserschiffahrtsamtes Verden auf das Frachtschiff überzusetzen. Eine Leckage am Schiffsrumpf war nicht zu verzeichnen. Aufgrund sinkender Pegelstände war es oberstes Ziel aller Behörden, das havarierte Schiff so schnell wie möglich frei zu bekommen, um ein Auseinanderbrechen zu verhindern. Dazu wurde die Weser im Bereich der Schleuse und des Wasserkraftwerkes aufgestaut und so ein Pegelanstieg um ca. 10 Zentimeter erreicht. Noch bevor weitere Schiffe zum Freischleppen des Havaristen an der Unglücksstelle eingetroffen waren, konnte sich der Frachter aus eigener Kraft aus der misslichen Lage befreien. Die im Schleusenkanal vor Anker liegenden Gütermotorschiffe konnten ihre Weiterfahrt wieder aufnehmen. Für die Feuerwehr Landesbergen blieb es bei diesem Einsatz bei den Passagefahrten zum in der Weser liegenden Gütermotorschiff. Die nachalarmierten Wehren aus Husum und Groß Varlingen konnten noch auf Anfahrt die Rückkehr zum Standort antreten. Für die Feuerwehren und die Einsatzleitung Ort war der Hilfeleistung gegen 16:30 Uhr beendet.

Text und Foto: Annika Klepper, Gemeindefeuerwehrpressesprecherin