Feuerwehr und Johanniter 3 Tage lang im Dauereinsatz

Fotos: Nils Raake

 Einsatz 13-2017

Einsatzbeginn: 14:51 Uhr, 22.03.2017
Einsatzort: Landesbergen, Kraftwerk

 

Fahrzeuge und Geräte im Einsatz:

HLF 10/6            TLF 3000            MTW

 

Einsatzbericht:

LandesbergenSeit Mittwochnachmittag waren im Landesberger Kraftwerk die Kräfte der Feuerwehr und der Johanniter bis in den späten Freitagabend hinein im gemeinsamen Dauereinsatz. Am Mittwoch um 14:51 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle in Stadthagen die Ortsfeuerwehr Landesbergen und einen Rettungswagen der Johanniter zu einem Brandausbruch in einem überhitzten Kessel in der Biomasseanlage. Schnell war vor Ort klar, dass ein konventionelles Vorgehen mit Löschwasser aufgrund der Bau- und Betriebsweise der Anlage nicht möglich sein wird, sodass die Einsatzkräfte die Einleitung von Stickstoff zum Ablöschen veranlassten.

Zur Steuerung und Überwachung dieses Einsatzes war es erforderlich, engmaschig unter schwerem Atemschutz in den Schadensbereich vorzudringen und mit Messgeräten und Wärmebildkameras die Einsatzstelle zu kontrollieren. Seither blieben stets das Landesberger Tanklöschfahrzeug und eine Besatzung des Rettungswagens auf dem Betriebsgelände vor Ort einsatzbereit und führten die notwendigen Arbeiten durch. Um diese Einsatzbereitschaft über die gesamte Dauer hinweg zu gewährleisten, lösten sich die Kameraden schichtweise vor Ort ab. Aufgrund des hohen Personalbedarfs dabei kamen ab Donnerstagabend auch die Feuerwehren aus Estorf und Brokeloh zum Einsatz.

Am Freitagnachmittag rückte dann ein Großaufgebot der Wehren aus Landesbergen, Estorf und Brokeloh zum Kraftwerk an. Auch die Johanniter standen mit drei Einsatzfahrzeugen in Bereitstellung zur Absicherung der Kräfte. Denn unter schwerem Atemschutz und mit Schutzanzügen bekleidet gingen nun die letzten der insgesamt 43 eingesetzten Atemschutztrupps auch in den direkten Schadensbereich vor, um den Brandausbruch unter Kontrolle zu bringen. Schließlich begann eine Fachfirma, die Brandmasse abzusaugen. Diese Arbeiten werden noch weitere Tage andauern.

Für die Kräfte der Feuerwehren und der Johanniter endete der Einsatz in den Nachtstunden von Freitag auf Samstag. Der Versorgungszug aus Wietzen rückte zur Einsatzstelle an und verpflegte die eingesetzten Helfer nach dem geleisteten Kraftakt vor Ort. Ortsbrandmeister Lars Engelke sprach abschließend allen Helfern seinen Dank und Respekt für die geleistete Arbeit aus.

Bericht und Fotos: Nils Raake, Gemeindefeuerwehrpressesprecher