Bilanz 2015: Einsatzentwicklung knackt alle Rekorde

Das Jahr 2015 war das bisher arbeitsreichste Jahr seit Aufzeichnungen der Wehr bestehen. Eine Bilanz.

Die Einsatzverteilung des Jahres 2015.

Die Einsatzarten (farben) nach monatlichem Aufkommen unterschieden.

Die statistische Entwicklung der Gesamteinsatzzahlen seit 2002.

Mit insgesamt 37 Einsätzen liegt das Jahr 2015 deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Seit 2002 zeichnet unser Webteam die Einsatzentwicklung grafisch auf und zieht eine genaue statistische Bilanz, dabei ist insgesamt zu beobachten, dass der jährliche Durschnitt an Alarmierungen stetig steigt. Nach 2015 stieg die durchschnittliche Anzahl der Alarmierungen auf nun 25,9 Einsätze pro Kalenderjahr an. Das vergangene Kalenderjahr ist das einsatzstärkste, das seit Vorliegen der Landesberger Aufzeichnungen registriert worden ist.

Während das Jahr mit drei Einsätzen im Januar und einer Bereitstellung bei einem Gefahrgutunfall im Südkreis als einzige Alarmierung im Februar vergleichsweise ruhig begann, wies es im März gleich eine Besonderheit auf: Zwei technische Hilfeleistungen auf der Weser, bei denen die Kameraden der Ortsfeuerwehr auf zwei verschiedenen Schiffen innerhalb von zwei aufeinander folgenden Tagen zum Einsatz kamen, prägten das Frühjahr ganz besonders. Im Sommer war es insbesondere ein Großbrand im Brokeloher Moor, der die Einsatzkräfte aus der ganzen Samtgemeinde in Brokeloh in Atem hielt. Zum Herbst hin stieg dann erneut der Anteil der technischen Hilfeleistungen, im November kam zudem die Kreisfeuerwehrbereitschaft Nienburg-Süd im Rahmen der Flüchtlingshilfe zum Einsatz.

Bei den Alarmierungen zu technischen Hilfeleistungen hat die Ortsfeuerwehr seit Jahren zunehmende Zahlen an schweren Verkehrsunfällen mit schwerverletzten oder toten Insassen zu verzeichnen, in 2015 mussten die Kameraden insgesamt viermal mit schwerem Rettungsgerät zur Befreiung einer eingeklemmten Person an einem Unfallfahrzeug zum Einsatz kommen.

Insgesamt hat die Ortsfeuerwehr zum Jahresende 2015 somit 37 Alarmierungen zu verzeichnen, die sich aus 15 Brandeinsätzen, 12 technischen Hilfeleistungen, 8 Fehlalarmierungen, 1 Gefahrgutalarm und einem Einsatz im Rahmen der Kreisfeuerwehrbereitschaft zusammensetzen. Im Vergleich zu den Vorjahren liegt die Einsatzverteilung mit einem knappen Drittel an Brandeinsätzen, dicht gefolgt von einem ebenfalls beträchtlichen Anteil an Hilfeleistungseinsätzen und einem verbleibenden Restanteil von etwa 30% der Einsätze aus Fehlalarmen, Alarmierungen der Kreisbereitschaft, der Gefahrgutzüge oder auch einzelnen Alarmierungen der Wärmebildkamera, genau im Verteilungsmuster der Vergangenheit.