Jahresbilanz 2017: Erneut steigende Einsatzzahlen verzeichnet

Das Kalenderjahr 2017 endete für die Einsatzabteilung der Ortsfeuerwehr mit ruhigen und besinnlichen Festtagen. Und doch: Mit insgesamt 45 Alarmierungen mussten die Kameraden der  Feuerwehr Landesbergen im vergangenen Jahr so häufig wie noch nie in der 103-jähirgen Geschichte der Ortsfeuerwehr zu einem Einsatz abrücken.

Und so begann allein der Januar schon mit 6 Alarmierungen, der erste Großeinsatz ließ jedoch bis zum 21. März auf sich warten. Dann rückten die Einsatzkräfte ins Landesberger Kraftwerk zu einem Feuer in einer Filteranlage des Biomassekraftwerkes ab. Bei diesem Einsatz gingen 40 Trupps unter schwerem Atemschutz vor, die sich über drei Tage hinweg dem Feuer zur Wehr setzten.  Für Aufsehen sorgte auch ein Yachtfahrer, der im April auf eine Sandbank in einem gesperrten Weserarm geriet und von der Feuerwehr gerettet werden musste. Zudem wurden Ölsperren ausgebracht. Wenige Tage später folgte dann der nächste Bootseinsatz zum Rückbau nach Bergung des Wracks. Die nächste größere Einsatzlage ereilte die Feuerwehr dann am 30. Juni – genau ein halbes Jahr nach dem verheerenden Bahnunglück mit einem Toten bei Hahnenberg am 30.12.2016. Diesmal waren bei Leese zwei Güterzüge frontal ineinander gefahren. Auch hier gestaltete sich die Rettung und Bergung schwierig, die Feuerwehr Landesbergen war maßgeblich mit der Rettung und Versorgung beider Lokführer betraut, beide überlebten den Unfall. Ein besonderer Einsatz war auch die Hilfeleistung der Kreisfeuerwehrbereitschaften Nienburg-Nord und Süd im Landkreis Hildesheim, der im Juli über insgesamt vier Tage lang die hiesigen Kräfte zur Hochwasserhilfe abrief. Im Oktober folgte dann das Sturmtief „Xavier“, bei dem die Feuerwehr Landesbergen schließlich in allen Ortsteilen (Landesbergen, Heidhausen, Hahnenberg, Staustufe) zu Hilfe gerufen wurde. Auch die benachbarte Ortsfeuerwehr Brokeloh befand sich im Dauereinsatz. Ende November richteten die Kameraden schließlich eine Notunterkunft für die evakuierten Anwohner Stolzenaus im Schulzentrum Landesbergen ein, da bei Baggerarbeiten in Stolzenau eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden worden war, deren Entschärfung anstand. Zum Abschluss mussten die Feuerwehrkameraden dann am 17.12.2017 mit dem Einsatzboot bei einem Schiffsunfall auf der Weser zu Hilfe eilen.

Mit insgesamt 27 technischen Hilfeleistungen (davon 3 Bootseinsätze und 1 Alarm der Kreisfeuerwehrbereitschaft) setzt sich der beobachtete Trend aus den Vorjahren mit einer stetigen Zunahme der Hilfeleistungen, während Brandeinsätze im Vergleich seltener werden, weiterhin fort. Insgesamt 11 Brandeinsätze stehen außerdem 7 Fehlalarmierungen gegenüber. Positiv ist hier der anteilige Rückgang an Fehlalarmierungen gegenüber tatsächlichen Einsatzlagen zu vermelden. Die absolute Anzahl der Fehlalarmierungen ist jedoch vergleichbar mit den Vorjahren, in denen jedoch die Anzahl der Einsätze geringer war. Unter den technischen Hilfeleistungen waren in 2017 fünf Türöffnungen für den Rettungsdienst (gegenüber jeweils einer Türöffnung in den Jahren 2015 und 2016) sowie eine First-Responder-Alarmierung bei einem medizinischen Notfall enthalten.

Die Feuerwehr wünscht allen Einwohnern Landesbergens ein frohes neues Jahr 2018!