Bilanz 2016: Erneut hohes Einsatzaufkommen verzeichnet

Die Ortsfeuerwehr analysiert das Einsatzaufkommen des abgelaufenen Jahres, hier sind Bilanz und Grafiken zu finden.

Nachdem die Kameraden der Ortsfeuerwehr im Kalenderjahr 2015 einen Rekord von 37 Alarmierungen verzeichnet hatten, der die höchste Einsatzauslastung seit dem Bestehen der Aufzeichnungen darstellte, zeigt sich nun das Jahr 2016 unmerklich ruhiger: Mit insgesamt 36 Alarmierungen wurde die Feuerwehr somit lediglich einmal weniger zum Einsatz gerufen, als im Vorjahr. Der Einsatzdurchschnitt der Ortsfeuerwehr im Mittel der vergangenen Jahre liegt zum 31.12.2016 nun bei 26,9 Alarmierungen.

Bereits in der Silvesternacht, nicht mal eine halbe Stunde nach Jahresbeginn, wurden die Landesberger Kameraden im Jahr 2016 zu ihrem ersten Einsatz gerufen, einem Dachstuhlbrand in Leese. Wie auch in den Vorjahren prägten einige schwere Verkehrsunfälle mit Verletzten und Toten auf der B215 und K8 bei Landesbergen, der B441 in Leese, sowie auf der L351 kurz vor Wellie das Einsatzjahr der Kameraden. Unvergessen wird dabei auch der Einsatz zur Personensuche eines 19-jährigen auf der Weser bei Stolzenau bleiben, bei dem der junge Mann kurz vor den Weihnachtstagen nur noch tot aus der Weser geborgen werden konnte. Jegliche Reanimationsmaßnahmen blieben dabei vergeblich. Die zweifelsohne größte Einsatzlage ereignete sich kurz vor Ende des Jahres, als am 30. Dezember ein 32-jähriger LKW-Fahrer bei Hahnenberg mit seinem LKW von einer Regionalbahn erfasst und ebenfalls tödlich verletzt wurde. Die Bahn entgleiste dabei und geriet in Brand, etwa 50 Insassen des Zuges mussten dabei in Sicherheit gebracht werden.

Statistisch betrachtet imponiert im Jahre 2016 der Monat September mit insgesamt neun Alarmierungen, die sich in drei Brandeinsätze und sechs Fehlalarme (alle durch Brandmeldeanlagen in insgesamt 3 verschiedenen Objekten) aufgliedern. Interessant dabei: Auch im Vorjahr war der September der einsatzreichste Monat, damals mit 6 Einsätzen (damals 4 Fehlalarme). Ein kurioser Einsatz jenseits der Landesgrenze ereignete sich ebenfalls im September: Dabei suchten die Wehren aus Landesbergen und Leese am Ortsrand von Leese einen Flächenbrand. Sie kämpften sich dabei nach und nach durch das unwegsame Gelände vor, bis sie schließlich die Einsatzstelle in Nordrhein-Westfalen, nahe des Bollsees bei Wasserstraße, vorfanden.

Der Gefahrgutzug Süd rückte im Jahre 2016 nur ein einziges Mal aus, um bei einem Austritt von Natronlauge in Rehburg die Wehren vor Ort zu unterstützen. Die Kraftrad-Staffel der Kreisfeuerwehrbereitschaft wurde zur Stauhilfe auf der A2 bei Bad Nenndorf / Lauenau alarmiert. Zudem ist in der Jahreseinsatzstatistik 2016 erstmals seit Jahren wieder eine Alarmübung der Wehr zu verzeichnen.

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren fällt die stetige Zunahme an technischen Hilfeleistungseinsätzen für die Ortsfeuerwehr auf. Dabei ist allerdings auch zu berücksichtigen, dass sich in den Reihen der Ortsfeuerwehr mit zwei Notfallsanitätern, zwei Rettungsassistenten, fünf Rettungssanitätern, einem Rettungshelfer und acht Sanitätshelfern eine stattliche Anzahl an medizinisch ausgebildeten Kräften befindet. Daher wird die Ortsfeuerwehr gelegentlich aus Einsätzen oder Dienstabenden heraus zur Erstversorgung zeitkritischer Notfallpatienten bis zum Eintreffen des Regelrettungsdienstes alarmiert. Dies war 2016 gleich dreimal der Fall.